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Archiv 2004

Auf der 6th International Conference on "Memory, Awareness and Consciousness" 2004 in Hull wurde Dr. Gerhard Schneider (Arbeitsgruppe EEG und Neurophysiologie) für die Untersuchung: "Separation between different levels of anaesthesia by AEP parameters" mit dem "Datex Ohmeda Prize for Best Poster" ausgezeichnet.

Beim 34. Bayerischen Anästhesistentag vom 8.-9. Oktober 2004 im Klinikum Großhadern München wurde Dr. Heidrun Fink für ihre Posterpräsentation "Eine systemische Inflammation verstärkt eine Immobilisations-bedingte neuromuskuläre Schwäche" mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Stephan Schöniger aus der Arbeitsgruppe EEG und Neurophysiologie erhielt für die Posterpräsentation "BIS-Komponenten unterscheiden besser zwischen Wachheit und Bewusstlosigkeit als BIS" den 3. Preis.

Dr. Robert Zanner wurde der Promotionspreis der Dietmar Zumpf Stiftung für seine Dissertation „Mechanismen der Endo- und Exozytose in enterochromaffin-like (ECL) Zellen des Rattenmagens“ zuerkannt.

Frau Dr. Heidrun Fink wurde auf dem Meeting der American Society of Critical Care Anesthesiologists (2004) den "Young Investigator Award for Outstanding Investigative Research" für ihre Arbeit „Systemic inflammation increases immobility-induced neuromuscular weakness“ verliehen.

Unsere Klinik ist Veranstalter des 13. Internationalen Workshops Neuromonitoring in Anästhesie und Intensivmedizin vom 25. bis 27. November 2004.

Erste automatisierte Telenarkose – weltweit – zwischen den Kliniken für Anaesthesiologie der Technischen Universität München und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen:
Wissenschaftlern der Kliniken für Anaesthesiologie der Technischen Universität München (Direktor: Prof. Dr. E. Kochs) und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen (Direktor: Prof. Dr. J Schüttler) ist es weltweit erstmals gelungen, über eine große räumliche Distanz, nämlich aus einer Klinik in einer anderen Stadt, eine Narkose für einen chirurgischen Eingriff zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten.
Durchgeführt wurde die Narkose bei einen großen Baucheingriff im Klinikum rechts der Isar. Dort wurden die Hirnströme des 47-jährigen Patienten abgeleitet und zeitgleich über ein schnelles digitales Netz (Forschungsnetz) in die Klinik für Anaesthesiologie der Universität Erlangen geschickt. Hier wurden die Daten per Computer ausgewertet. Anhand eines speziell entwickelten Verfahrens wurde in Erlangen der akute Narkosemittelbedarf für den Patienten in München fortlaufend aktualisiert und Dosierungsanweisungen für die Narkosemittelpumpe im Klinikum rechts der Isar erstellt. Die Ansteuerung der Pumpe erfolgte von Erlangen aus automatisch über die bestehende digitale Verbindung. Der Zeitverzug durch die Übertragung, Auswertung des EEG und Ansteuerung der Infusionspumpe in München liegt im Millisekundenbereich und ist für die klinische Anwendung zu vernachlässigen.
Die Sicherheit der Narkose wurde vor Ort durch einen Anaesthesisten fortlaufend überwacht. Er hatte jederzeit die Möglichkeit in die Narkosesteuerung einzugreifen. Dieser musste jedoch zu keinem Zeitpunkt in die Narkosesteuerung einzugreifen, Narkose und Operation verliefen völlig komplikationslos. Die in dieser Form bisher erstmalig durchgeführte Narkose wurde im Vorfeld ausführlich mit dem Patienten besprochen.
Für die außenstehenden Beobachter war die Durchführung der Anästhesie nicht von einer „normalen“ Narkose zu unterscheiden.
Dieser Test belegt die prinzipielle Machbarkeit derartig hochkomplexer medizinischer Steuerungsvorgänge und die online Datensicherheit über weite Entfernungen. Eine routinemäßige klinische Anwendung ist zur Zeit noch nicht geplant.
Hiermit sind die Wissenscchaftler perspektivisch möglichen Anwendungen bei Raumschiffbesatzungen oder für Notfälle auf hoher See einen Schritt näher gekommen, wofür natürlich noch viele weitere Tests durchgeführt und technische Voraussetzungen geschaffen werden müssten.

Frau Dr. K. Engelhard wurde auf dem Kongress der Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin, 19.6-22.6.2004 im Rahmen des Wissenschaftlichen Vortragswettbewerbs für ihren Vortrag "Einfluss der Stärke des Insults auf das neuroregenrative Potenzial nach experimenteller zerebraler Ischämie" mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Herr PD Dr. Oliver Detsch wurde zum Leitenden Arzt der Abteilung für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Klinikum Nord in Hamburg gewählt und wird diese Stelle am 01.06.2004 antreten.

Im Rahmen des 78. Kongresses der International Anesthesia Research Society (IARS) vom 27. bis 31.03.04 in Tampa / Florida (USA) wurde die Arbeitsgruppe von O. Detsch und K. Sickmann für ihren Beitrag "Individual basal pain sensitivity as assessed by experimental pain testing may predict analgesic response to opioids" mit dem Preis "Best of Section - Pain (Clinical)" sowie der "IARS Mentorship Initiative 2004" ausgezeichnet.