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Angst und Narkose

Angst und Narkose

Viele Patienten spüren vor der Operation mehr oder weniger stark ausgeprägte Zeichen von Angst. Diese verstärkt sich dann oftmals unmittelbar vor der Operation. Ihr Höhepunkt liegt aber meist in der Phase nach der Operation und kann durch nicht ausreichend behandelte Schmerzen verstärkt werden. Unterschiedliche Eingriffe (herzchirurgische im Vergleich zu kosmetischen) rufen unterschiedlich starke Ängste hervor. Die Angst tritt verstärkt auf bei: Frauen, Anwesenheit von Begleitpersonen, verstümmelnden Eingriffen, in der Tumorchirurgie, dem ersten Eingriff, jungen Patienten und bei Wiederholungsnarkosen, wenn schlechte Erfahrung mit der ersten assoziiert werden. Auch kleinere Unannehmlichkeiten, wie z. B. die Notwendigkeit, ein künstliches Gebiss zu entfernen, sind mit erhöhtem Stress vor der Operation verbunden. Einige Patienten sorgen sich vor der Operation mehr um ihre Angehörigen als um sich selbst. Das Ziel der Prämedikation vor operativen Eingriffen dient der Reduzierung der Angst, der Sedierung und der hämodynamischen Stabilität. Die Bedeutung der Prämedikationsvisite durch den Narkosearzt liegt nicht nur in einer Beurteilung der körperlichen Verfassung des Patienten, sondern dient auch der Aufklärung und Beruhigung des Patienten. Mit Hilfe von Studien konnte gezeigt werden, dass die anästhesiologische Prämedikationsvisite die Patientenangst häufig effektiver reduziert als die Verabreichung eines Medikamentes vor der Operation. So sinkt mit zunehmender Aufklärung die Angst. Die Verwendung präoperativ verteilter Informationsbroschüren war diesbezüglich jedoch weniger effektiv als die Visite durch den Narkosearzt.
Wenn Sie also Angst vor der Narkose verspüren, sollten Sie den Anästhesisten im Prämedikationsgespräch vertrauensvoll darauf ansprechen. Viele Sorgen bzgl. Ablauf, Durchführung und Sicherheit der Narkose können hier durch eine gezielte Information genommen werden. Der Narkosearzt ist während der gesamten Narkose/Operation anwesend und kontrolliert, unterstützt durch eine Vielzahl unterschiedlicher Überwachungsgeräte, laufend die Körperfunktionen und den Gesamtzustand des Patienten.
Weitere Informationen zur Anmeldung zu einem Prämedikationsgespräch finden Sie auf der Seite Sprechstunden und Ambulanzen

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